Mittwoch, 1. Juni 2011

Wasser


Sonntag, 29. Mai: Endlich, wir schlagen unsere Zelte auf. In der Nähe von Beius. Eine Wiese auf einem Berg mit traumhaftem Rundumblick. Es ist kurz nach Mitternacht, die letzten Regenwolken verziehen sich und ich bin froh, dass ich eine dicke ISO-Matte unter meinem Schlafsack habe. Die Disteln wären sonst unerträglich.
Unser Prominententeam mit Christian Clerici
Die Nacht ist kurz, wir schlafen alle tief. Um 9 Uhr weckt uns der Veranstalter mit einer dieser grässlich lauten Presslufttröten zur Fahrerbesprechung. Beim Aufstehen sehen wir, dass wir es zufällig aber elegant vermieden haben unser Zelt auf eine Kuhflade zu setzen. Zum Glück sind die meisten schon vertrocknet


Das Wetter spielt noch nicht mit. Auf dem Plateau auf dem wir sind, weht starker Wind. Dick gekleidet gehen wir zur Fahrerbesprechung. Georg Müller-Hartburg verspricht uns schon wie in Halbturn, dass wir "die Woche wirklich superschönes Wetter bekommen". Zu mittag wechselt dann wirklich das Wetter. strahlender Sonnenschein begrüßt uns. 

Auf zur ersten Sonderprüfung: Das Thema ist eine Flußdurchfahrt. Es wird empfohlen einen der Baustämme vom Stapel bei der Flußeinfahrt mitzunehmen. Im Ganzen oder in Teilen. Der Baumstamm ist nicht das Problem, der wird an die Anhängekupplung gehängt und mit der Kette nachgezogen.

Das Hindernis sind zwei Niveauregelungen in Form von Dämmen die es zu überwinden gilt. Wir packen die Wathosen aus (die uns schon vor der Trophy empfohlen wurden), dass wir sie "vielleicht gut gebrauchen könnten".

Michael Waldl mit Team nimmt die erste "Stufe"
Die Veranstaltung findet "Sonntag zur besten Sendezeit" im Ortszentrum von Beius statt. Hunderte Zuschauer säumen die Ufer und Brücken.

Der Vorjahres- und Seriensieger der SuperKarpata-Trophy Michael Waldl beginnt als Erster und verbeißt sich für gute eineinhalb Stunden an den Wasserfällen. Nur mit Waffelboards und geschnittenen Baumstämmen als Anfahrhilfe gelingt die Überquerung der zwei Wasserfälle. Dahinter stehen 40 Fahrzeuge und warten auf Ihre Gelegenheit und bringen Jeder einen Baum zum Rampenbau mit. Wir entscheiden uns die Sonderprüfung nicht zu machen, da das Wasser zu tief für unseren Disco ist und die heikle Elektronik zerstören könnte.

Unerwartete Untiefen sind tückisch...

Nur noch die zweite Stufe, dann ist es geschafft.

Immer wieder beliebt und gut: der Pinzgauer

Stau auf dem Fluß...

Zu allem Überfluß rutsche ich beim Filmen in eine Untiefe und versenke damit eines unserer Mannschaftsfunkgeräte. Beim Auftauchen aus dem schultertiefen Loch füllt sich meine Wathose bis oben voll, mit dem Gewicht stürze ich nochmals ins Wasser und zwar der vollen Länge nach und jetzt ist auch die HD-Filmkamera, die ich stolz ganz hoch aus dem Wasser gehalten habe, kurzfristig komplett unter Wasser… ;-(

In Teamarbeit werden schlußendlich Bäume mit Klammern zu einer Rampe zusammengehängt.

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